Autor: Melanie

Familienstammbuch

Die ersten Urkunden für deine Ahnenforschung findest du bereits bei dir daheim: Im Familienstammbuch. In dem Moment, in dem eine Familie gegründet wird, also bei Heirat bzw. bei Geburt des ersten Kindes. Dort werden dann alle Urkunden für die Familie
eingeheftet. Du findest darin also nicht nur deine eigene Geburtsurkunde, sondern auch die deiner Geschwister und deiner Eltern, ebenso wie deren Heiratsurkunde und auch die Sterbeurkunden, falls in deiner Familie bereits jemand
gestorben ist.
Bestimmt haben auch deine Großeltern so ein Familienstammbuch, oder zumindest die entsprechenden Urkunden bei sich daheim…

Kekulé-Nummer

Die Kekulé-Nummerierung (auch Nummerierung nach dem Sosa-Stradonitz-System oder Sosa-Nummer) ist die gängige internationale Nummerierung der Vorfahren in einer Ahnentafel. Mit dieser Nummerierung findest du dich in deinen Unterlagen schnell zurecht.
Das Prinzip ist ganz einfach:
Der Probant, also die Ausgangsperson, erhält die Nummer 1.
Beim Vater verdoppelt sich die Zahl, er erhält also die Nummer 2.
Seine Frau, die Mutter des Probanten, erhält die nächst höhere Nummer, also die Nummer 3.
Nun geht es in jeder Generation nach dem gleichen Prinzip weiter:
beim Vater verdoppelt sich die Nummer, die Mutter hat die Nummer des Vaters +1. Somit haben alle Männer gerade Nummern, alle Frauen die ungeraden.  Einzige Ausnahme: Der Probant hat immer die Nummer 1, egal ob männlich oder weiblich.
Das ist nicht nur hilfreich für deine eigenen Unterlagen, diese Nummerierung wird dir auch oft begegnen, wenn du fremde Unterlagen einsehen kannst. Wenn du dieses Prinzip verstanden hast, kannst du dich in diesen Unterlagen, wie beispielsweise dem Ariernachweis, schnell zurecht finden, wer denn nun eigentlich mit wem verwandt ist.
Die Nummerierung wird auch in unserem Ahnfängerheft verwendet, in dem du deine ersten Forschungsergebnisse übersichtlich anwenden kannst.

www.familysearch.de

Bei Familysearch kannst du ebenso wie bei Ancestry einen eigenen Stammbaum anlegen und mit anderen Stammbäumen und Dokumenten vergleichen.
Besonders wichtig ist bei Stammbäumen sowie anderen Quellen im Internet, dass du immer genau schauen musst, woher die Informationen stammen, und ob es sich tatsächlich um Personen handelt, die auch in deiner Familie vorkommen. So verlockend wie es ist, vorgeschlagene Personen mit wenigen Klicks in den eigenen Stammbaum zu übernehmen, so leicht kann man hier auch den falschen erwischen. Und nur weil jemand andereres es in seinem Stammbaum so geschrieben hat, muss es noch lange nicht richtig sein, vielleicht hat er es falsch gelesen, abgeschrieben, interpretiert,…

www.ancestry.de

Ein großer Anbieter von verschiedensten Quellen im Internet ist Ancestry. Das Unternehmen scannt und veröffentlicht neben alten Kirchenbüchern auch weitere historische Quellen, in denen Informationen zu den Vorfahren und ihren Berufen oder Familien zu finden sind.
Auf der Website  kann kostenlos ein eigener Stammbaum eingegeben werden (bei den Einstellungen lässt sich einstellen, ob jeder die Inhalte einsehen kann oder nur ausgewählte Personen. Durch Hinweise werden dann mögliche Übereinstimmungen in Dokumenten angezeigt. Hier muss man dann natürlich aufpassen und die Dokumente genau überprüfen, denn durch zu schnell übernommene Informationen kann es ganz schnell passieren, dass man einen ganz falschen Familienzweig weiter erforscht.
Neben den Hinweisen kann man aber auch ganz allgemein in den Dokumenten suchen, indem man beispielsweise die Taufbücher seiner Heimatgemeinde durchforstet oder in alten Kriegslisten seinen Urgroßvater sucht.
Die Erstellung eines Stammbaumes ist kostenfrei, für das Ansehen von Dokumenten muss man eine Mitgliedschaft abschließen die dann je nach Dauer kostenpflichtig ist.
Tipp: Es gibt immer wieder Angebote, wo ein paar Tage kostenlos gesucht werden kann oder ein ganzer Monat nur 1 Monat kostet. Es lohnt sich also, die Website immer mal wieder im Auge zu haben und dann das Angebot zu nutzen. Am besten nach Abschluss des Abos gleich kündigen, denn sonst verlängert sich das Angebot im Anschluss und die Monatsgebühren werden entsprechend fällig! Wenn ihr euch da unsicher seid schaut euch das mit den Preisen am besten mal mit euren Eltern an, damit euch nicht versehentlich Kosten entstehen…
Übrigens lässt sich der eingegebene Stammbaum jederzeit auch exportieren und in andere Programme einfügen, sodass ihr das Programm auch mal wechseln könnt, weil euch die Funktionen in einem anderen Programm besser gefallen.

alte Adressbücher, Lehrerbücher, Dienerbücher u.v.m. aus Württemberg

Auf der Seite der Württembergischen Landesbibliothek finden sich neben alten Adressbücher auch Lehrerbücher, Dienerbücher und Pfarrerbücher.
Außerdem auch alte Grafiken, Landkarten, alte wertvolle Drucke,…
https://www.wlb-stuttgart.de/literatursuche/digitale-bibliothek/digitale-sammlungen/adressbuecher-wuerttembergica/
https://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/

Landesarchiv Baden-Württemberg: Zweitschriften der kath. Kirchenbücher

Das Land Württemberg hat im November 1810 beschlossen, dass von allen Kirchenbüchern Zweitschriften angelegt und abgegeben werden müssen. Deshalb gibt es im Staatsarchiv Abschriften der Kirchenbücher von 1808-1875. Diese können online durchsucht werden. Das ist vor allem dann eine gute Quelle, wenn die originalen Kirchenbücher z.B. durch Brand oder Krieg zerstört wurden.
https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=18750

www.matricula-online.eu

Aus Österreich, Deutschland und teilweise auch aus Serbien und Polen sind verschiedene katholische Kirchenbücher bei Matricula zu finden, es lohnt sich auf alle Fälle, immer wieder einmal nachzuschauen, was an neuen Kirchenbüchern ergänzt wurde, selbst wenn die gesuchten Kirchenbücher (noch) nicht online sind.

www.archion.de

Auf der Seite von Archion werden derzeit nach und nach die evangelischen Kirchenbücher digital eingestellt. Um diese ansehen zu können, musst du dich registrieren und für eines der Abos entscheiden. Bevor du ein Abo bestellst, solltest du auf alle Fälle erst schauen, ob das gesuchte Kirchenbuch überhaupt schon online ist, dies lässt sich auch ohne Abo einsehen.

Latein in Kirchenbüchern

Du hast in der Schule kein Latein gelernt und stößt in den Kirchenbucheinträgen aber ständig auf lateinische Ausdrücke?

– Hier findest du eine Übersicht über gebräuchliche lateinische Ausdrücke die immer wieder in Kirchenbüchern vorkommen. Und wenn du gleichzeitig deine Kenntnisse in alter deutscher Schrift üben möchtest, dann das hier gleich in einer weiteren „Übersetzung“ ansehen…
http://www.zuckervogel.de/ahnenforschung/images/Latein.pdf